Herausgegeben von Wolfgang Schroeder und Bernhard Weßels. Über die Gestaltung der Arbeitsbeziehungen hinaus waren und sind die Gewerkschaften die mit am wichtigsten Akteure in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik. In diesem Handbuch wird von führenden Gewerkschaftsforschern ein vollständiger Überblick zu den Gewerkschaften geboten: Zu Geschichte und Funktion, zu Organisation und Mitgliedschaft, zu den Politikfeldern und ihrer Gesamtrolle in der Gesellschaft usw. Auch die Neubildung der Gewerkschaftslandschaft, das Handeln im internationalen Umfeld und die Herausforderung durch die Europäische Union kommen in diesem Buch zur Sprache.
Der Rezensent Frank Lübberding hält dieses Buch über Geschichte und Status Quo der bundesdeutschen Gewerkschaften für ebenso informativ wie notwendig - selbst wenn die Autoren Wolfgang Schroeder und Bernhard Weßels auch keine Antwort auf den Bedeutungsverlust haben, den die Gewerkschaften in jüngerer Zeit erlitten haben. Nach Lübberdings Meinung sind die Gewerkschaften die Hauptverantwortlichen für den Wohlstand der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft, deshalb lohnt sich die Analyse. Auf jeden Fall sei diesem Buch zufolge nicht nur der Neoliberalismus am Elend der Gewerkschaften Schuld. Sie selbst seien an der Anpassung an den wirtschaftlichen Strukturwandel gescheitert. Nach Ansicht des Rezensenten liefert dieses Buch eine "schonungslose Bestandsaufnahme".
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