Die Bände der Reihe "Arbeitspolitik: Theorie, Praxis, Strategie" werden sich den Fragen zuwenden, wie verhindert werden kann, dass die aggressiven Weltverhältnisse im Zeitalter der Transformationen in aggressive Betriebsverhältnisse umschlagen. Konkret geht es darum, welche Möglichkeiten Beschäftigte und Gewerkschaften haben, zu Subjekten der Veränderungen zu werden und die Interessen der abhängigen Arbeit in die Veränderungsprozesse einzubringen. Dazu gehört schließlich die Frage, wie im vordemokratischen Politikfeld Betrieb Einflusskanäle auf das Was, das Wie und das Wofür der Produktion geöffnet und genutzt werden können.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2024
Rezensent Rudolf Walther freut sich über diese Veröffentlichung, die sich unter der Herausgeberschaft Karl Urbans in Zusammenarbeit mit dem IG-Metall-Vorstand der Frage widmet, wie sich auf betrieblicher Ebene angesichts rechtspopulistischer Tendenzen, demokratische Strukturen stärken lassen. Das Buch verhält sich durchweg zu der Erkenntnis, beschreibt Walther, dass die Gesellschaft in einer fundamentalen Krise steckt, die mit dem Raubbau an der Natur zu tun hat. Die Autoren beharren hier, heißt es weiter, auf einer präventiven Gewerkschaftspolitik, die den Arbeitnehmern die Angst vor den Kosten von Transformationen nehmen soll, und außerdem auch auf einer klaren Kante gegen Rechts. Letztere soll, so Walther nach der Lektüre, mithilfe von Partizipationsangeboten aufrechterhalten werden, wofür im Buch einige Positivbeispiele unter anderem aus dem VW-Werk Baunatal angeführt werden. Aufklärungsarbeit alleine reicht jedenfalls nicht, stellt Walther entlang der Argumentation des empfehlenswerten Buches abschließend klar, um die Rechte in den Betrieben zu stoppen.
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