Carl ist kein gewöhnlicher Geschäftsmann. Sein Business? Kriminelle Dienstleistungen - diskret, effizient und mit der richtigen Mischung aus Köpfchen und Skrupellosigkeit. Wer in der Unterwelt Probleme hat, ruft ihn an. Dieses Mal stehen gleich zwei brisante Aufträge an: Ein sterbenskranker Alt-Mafioso will seine letzten Rechnungen begleichen, und ein amerikanischer Milliardär sucht den Mörder seiner Tochter. Beides klingt nach Routine - doch Routine gibt es in Carls Welt nicht. Als die Missionen aus dem Ruder laufen und tödliche Abgründe sich auftun, muss er sich auf seine besten Leute verlassen: Ridley, ein geniales, aber unberechenbares Mathe-Ass mit einer Vorliebe für Drogen und Exzesse, und Betty, die beste Beschafferin der Branche, die immer einen Ausweg findet - außer aus ihrem eigenen Chaos.Doch dieses Mal könnte selbst Carl zu tief in die dunkle Seite des Geschäfts geraten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.04.2025
Rezensentin Sonja Hartl liest mit Dirk Schmidts "Die Kurve" einen konsequenten und kohärenten Gangsterroman, der trotz einer gewissen Berechenbarkeit überrascht und unterhält. Diese Berechenbarkeit gehört gewissermaßen zum Konzept. Denn alles in diesem Roman scheint kühl, glatt, "auf Hochglanz poliert" - die Figuren, die Sprache, die Szenerien, der Plot - jedes Klischee sitzt hier perfekt. Umso größer ist der Effekt jener wenigen, gekonnt erzeugten Brüche, erklärt die Rezensentin, etwa wenn in der coolen Fassade der effizienten Gangster nach und nach kleine Risse entstehen, durch die ihre Traumata durchschimmern. Es sind diese kleinen, kalkulierten Unebenheiten, aus denen der Krimi seine Spannung und seinen besonderen Reiz gewinnt, so die überzeugte Rezensentin.
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