Rolf Schneider erzählt tausend Jahre Geschichte, von der Völkerwanderung bis zur Luther-Reformation. Dabei lässt er nicht nur die wichtigsten politischen Ereignisse Revue passieren und stellt Persönlichkeiten wie Karl den Großen, den Scholastiker Pierre Abaelard oder Richard Löwenherz vor, sondern gibt auch Einblicke in die mittelalterliche Kultur und Lebenswelt. Es geht um Burgen, Klöster und Kathedralen, den Handel der Städte oder den jahreszeitlichen Lebensrhythmus der bäuerlichen Bevölkerung. Wie wurde im Mittelalter gefeiert? Was tat man bei anhaltender Dürre oder gegen Pest? Und was eigentlich ist ein "Gottesfrieden"?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2009
Rolf Schneiders Buch "Das Mittelalter" scheint dem hier rezensierenden Mediävisten Michael Borgolte durchwachsen zu sein. Ob es wirklich zu den "Büchern für die nächste Generation" gehört, wie der Verlag meint, wagt er zu bezweifeln. Schneiders Geschichtsbild findet Borgolte "konventionell", neuere Einsichten der Forschung sucht er vergebens und überhaupt hält er viele Ausführungen für ergänzungsbedürftig. Außerdem moniert er einige sachliche Fehler. Anderseits hat er das Buch durchaus gern gelesen, vor allem weil der Autor es seines Erachtens versteht, gewinnend zu erzählen und das, was ihn interessiert, "liebevoll" auszubreiten.
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