Dominik Enste

Geld für alle

Das bedingungslose Grundeinkommen - eine kritische Bilanz
Cover: Geld für alle
Orell Füssli Verlag, Zürich 2019
ISBN 9783280056974
Gebunden, 112 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Ein Prinzip nicht nur des deutschen Sozialsystems ist das der Bedürftigkeit. Menschen, die nachweislich bedürftig sind, erhalten Leistungen des Staates. Dieses System führt jedoch nicht nur zusätzlich zu hohen Bürokratiekosten. Die Empfänger von Transferzahlungen empfinden die damit verbundene Praxis und gesetzlichen Regelungen oftmals als entwürdigend und beschämend. Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) soll diese und weitere Probleme des Sozialstaats lösen. Zugleich gilt es als beste Antwort auf den vielfach befürchteten Arbeitsplatzverlust, der durch die Digitalisierung und die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz droht. Doch so verführerisch und attraktiv das Modell eines BGE zunächst erscheinen mag, so weist es doch bei genauerem Hinsehen konzeptionelle Mängel und Schwächen auf.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 30.04.2019

Katja Scherer referiert die Kritik des Verhaltensökonomen Dominik Enste am bedingungslosen Grundeinkommen. In Enste Augen basieren entsprechende Forderungen auf einem idealistischen Menschenbild, das mit der Realität böse kollidieren muss, schließlich verhielten sich allen Studien zufolge doppelt so viele Menschen egoistisch wie altruistisch. Ständiges Geben sei mit dem Wesen des Menschen nicht vereinbar, zitiert Scherer den Autor, der auch "Subventionsmentalität" und "erodierende Arbeitsnormen" fürchtet. Was die Rezensentin von den Ausführungen hält, verrät sie nicht, sie empfiehlt das Buch etwas lahm als gut strukturierten Einstieg zum Thema und "mit 100 Seiten schnell gelesen".

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