Robert J. Shiller

Die neue Finanzordnung

Einkommensgebundene Kredite. Lebensstandard-Versicherung. Weitere Instrumente für eine bessere Risikoverteilung
Cover: Die neue Finanzordnung
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783593373270
Gebunden, 472 Seiten, 34,90 EUR

Klappentext

Die öffentliche Diskussion über notwendige Reformen des Sozialstaats schlägt hohe Wellen - es fehlt jedoch an konstruktiven Vorschlägen jenseits von Sozialabbau und Individualisierung ökonomischer Risiken. In seinem neuen Buch zeigt US-Ökonom Robert J. Shiller, wie ein soziales Sicherungssystem aussehen kann, das zugleich demokratisch und wirtschaftlich ist. Die verfahrene Debatte um die sozialen Sicherungssysteme hinterlässt nicht selten den Eindruck, soziale Sicherheit und Wirtschaftlichkeit schlössen sich grundsätzlich aus. Robert J. Shiller vertritt in seinem neuen Buch die gegenteilige These und argumentiert, dass ein Ausbau des Sozialsystems dem Wirtschaftswachstum sogar zuträglich ist - vorausgesetzt, unser Risikomanagement wird von Grund auf neu definiert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003

"Ehrenhaft, aber etwas naiv" findet Simone Böhringer die "Grundidee" dieses Buches. Wie man von der Rezensentin erfährt, schlägt Robert Shiller, ein "Ökonomie-Professor aus Yale", hier "neue Finanzprodukte" als "Allheilmittel für alle großen Lebensrisiken" vor. Für eine "sicherere und gerechte Gesellschaft bei hohem Wirtschaftswachstum" soll Shillers Vorschlägen zufolge, wie Böhringer zusammenfasst, also nicht mehr der Staat sorgen, sondern "die Finanzmärkte". Die Rezensentin hat vor allem zwei Probleme mit Shillers Ideen: Zum einen würde vor allem die von Shiller angestrebte Versicherung gegen Einkommenseinbußen die Leistungsmotivation aller schwächen. Zum anderen glaubt sie, dass ein derart sicheres Operieren auf den Finanzmärkten, wie Shiller es vorschwebt, "riesiger Datenmengen" bedürfte, also auch die genaue Erfassung der Einkommen aller Bürger erfordere und mithin "die Einrichtung gigantischer Kontrollinstanzen". So müssten die Vorstellungen Shillers, der auch genetische Informationen in international anzapfbare Datenbanken aufgenommen sehen möchte, Datenschützern - wegen der damit verbundenen "Sicherheits- und Missbrauchsrisiken" - "die Haare zu Berge stehen lassen", vermutet unsere Rezensentin.

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