Doris Mayer verlegt den klassischen Romeo-und-Julia-Konflikt in den authentischen Krisenherd des modernen Palästina: Als Golda Rashid begegnet, ist sie gerade erst nach Jerusalem zurückgekehrt. Vor neunzehn Jahren hatte sie mit ihrer Mutter Israel verlassen, nachdem ihr Vater und ihre Schwester bei einem Sprengstoffattentat ums Leben gekommen waren. Die zweite Intifada ist auf ihrem Höhepunkt, und Golda fühlt sich hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für den jungen Palästinenser unddem tiefen Misstrauen gegenüber seinem Volk. Doch die Liebe siegt, und sie bekennt sich offen zu Rashid.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2004
Verärgert reagiert Carsten Hueck auf diesen Roman, der seiner Meinung nach den israelisch-palästinensischen Konflikt nur als Kulisse für eine aufdringliche Romeo-und-Julia-Geschichte benutzt. Erzählt wird die Geschichte des palästinensischen Jungen Rashid und des israelischen Mädchens Golda, deren Liebe von verschiedenen Selbstmordanschlägen auf eine harte Probe gestellt wird. Wirklich entwickelt werde hier keine Handlung, eher werden Klischees und "reizaggressive und sentimentale Szenen" aneinander gereiht, schimpft der Rezensent.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…