Im Zuge der Industrialisierung wuchsen die Städte im frühen 19. Jahrhundert rapide an, gegen Ende des Jahrhunderts sogar explosionsartig. Eckhard Bock vergleicht erstmals die frühe Planungstätigkeit der Städte München, Hannover und Dresden untereinander. Die später förmlich definierte städtische Planungshoheit wurde in ganz unterschiedlicher Weise wahrgenommen. Die Gestaltung von Stadterweiterungen und andere Planungsaufgaben wie die Wohnraumversorgung wurden - allerdings ohne konsistente rechtliche Grundlagen - in Angriff genommen. Allein in Dresden kann man von der bewussten Trennung von einer rein an der Gefahrenabwehr orientierten Bauaufsicht und einer über dieser angeordneten, unter der Fachaufsicht von Landesbehörden stehenden städtischen Planungsbehörde sprechen. Erst diese, in Sachsen gedanklich und praktisch vollzogene Trennung führte dann allerdings erst im Jahr 1960 zu der heute bekannten durch Städte und Gemeinden selbstständig wahrzunehmenden Planungshoheit und damit zur institutionalisierten Stadtplanung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2024
Rezensent Michael Mönninger schildert in knochentrockener Rezensentenprosa, was der ehemalige Berliner Stadtplaner Eckhard Bock in seinem Buch über die Stadtplanung im 19. Jahrhundert und die mühsam errungene kommunale Planungshoheit in Deutschland aufschreibt. Detailliert erläutere Bock am Beispiel von Hannover im Vergleich mit München und Dresden, wie genau der Kampf der Kommunen gegen den Absolutismus vor sich ging. Besonders Dresden nimmt sich der Autor laut Mönninger vor und zeigt, wie die Aufgabentrennung zwischen Baupolizei und Stadtplanern sich Stück für Stück manifestierte.
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