Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2003
Die neu übersetze Version des 1946 erstmals veröffentlichten "Oxford-Krimis" von Edmund Crispin betrachtet Rezensent Hardy Reich mit großem Wohlwollen. In dieser klassisch englischen Detektivgeschichte geht es um einen Lyriker, der in Oxford auf Abenteuersuche geht, um seine Schreibblockade zu lösen und zufällig in einen Kriminalfall verwickelt wird. Reich sieht in Crispin den Antipoden zu Patricia Highsmith, dem psychologische Vertiefung "herzlich gleichgültig" sei. "Diese Komödie wird langsam zur Farce" zitiert Reich den Detektiv und sieht darin zugleich das Programm der Crispin'schen Krimis. Der Rezensent bemängelt allein, dass in der Neuauflage die Anmerkungen für "anglistisch weniger gebildete Leser" abgeschafft wurden, schließlich sei das Buch ein einziges rätselhaftes Spiel mit "literaturgeschichtliche Reminiszenzen".
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