Aus dem Amerikanischen von Bernd W. Holzrichter. Washington in den süßen achtziger Jahren. Kokain überschwemmt die Stadt. Marcus Clay, der schwarze Vietnamveteran, versucht seinen Schallplattenladen aus diesem Chaos herauszuhalten. Doch selbst sein Freund Dimitri Karras gönnt sich im Hinterzimmer gemeinsam mit der schönen Donna eine Nase Koks. Da stirbt bei einem Autounfall direkt vor dem Laden ein Drogenkurier. Donnas Freund Eddie greift sich aus dem brennenden Wagen einen Kopfkissenbezug voll Geld ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.05.2003
Alex Rühle hält diesen dritten Teil der Krimi-Trilogie des amerikanischen Autors für den besten, und er freut sich, dass er nun "endlich" auf deutsch vorliegt. Begeistert preist er George Pelenacos' Geschichte einer griechischen Einwanderfamilie, die in Washington in Drogengeschäfte und organisierte Kriminalität verwickelt ist, für die darin gezeigte "hohe Kunst der Montagetechnik". Er sieht sich durch die "kunstvolle" Erzählweise des Buches an Filmemacher wie Tarantino oder Altman, aber auch an Autoren wie Koeppen erinnert, und ihm gefällt, dass obwohl von Politik explizit nicht die Rede ist, sich die "kollektiven Ängste und politischen Ereignisse" im Leben der Protagonisten abbilden.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 20.03.2003
Erfreut begrüßt Lars Brinkmann die "tadellose" deutsche Übersetzung des letzten Teils von George P. Pelecanos Krimitrilogie um Dimitri Karras und Marcus Clay. Bereits vor fünf Jahren im Original erschienen, sei "Eine süße Ewigkeit" der perfekte Abschluss der ersten beiden Bände, "King Suckermann" und "Das große Umlegen". Auch der neueste Krimi ist angereichert mit Drogen, Musik und Taschen voller Bargeld, resümiert Brinkmann, und identifiziert in Pelecanos Erzählweise Elemente des Film noir und der Beat-Literatur. Schnell ist laut Rezensent der Takt dieses Mafia-Dramas, auch wenn dem letzten Teil der Trilogie eine gewisse "Katerstimmung" zu Grunde liege. Diese Melancholie sieht Brinkmann vor allem durch den "Soundtrack" des Buches am Leben gehalten, die Musik von Curtis Mayfield, und Jimi Hendrix sei in "Eine süße Ewigkeit" ständig präsent. Da bleibt dem Rezensenten gar nicht mehr viel zu sagen, außer: "große Kunst".
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