Die kurze Inhaltsbeschreibung, die Rezensent Konrad Heidkamp von Eduard Usepenskis Klassiker gibt, lässt darauf schließen, dass er ihm nicht wenig Vergnügen bereitet hat. Die Figurenkonstellation - ein Freundeskreis von Kuscheltieren mit Identitätsproblemen, Plastikpuppen, Gummikrokodilen und anderen Exoten - ruft bei Heidkamp sogleich den wohlmeinenden Vergleich mit dem "Charme der Augsburger Puppenkiste" auf den Plan. Harmlose Abenteuer und "liebenswerte" Alltagssorgen scheinen den Schilderungen Heidkamps gemäß dabei den Ton anzugeben. Die Frage, ob nur "der strenge Sozialismus solche behüteten Geschichten" hervorbringen konnte, lässt er allerdings unbeantwortet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2005
Rezensent Siggi Seuss hat mit Vergnügen diese russische Kindergeschichte gelesen, in der ein Nashorn und ein Krokodil die Hauptrolle spielen. Für Seuss ist dieses Buch von Eduard Uspenski, einem der beliebtesten russischen Kinderbuchautoren ein weiterer Beleg dafür, dass wir etwas verpassen, wenn "der Osten jenseits von Warschau und Prag für uns Niemandsland der Kinderliteratur" bleibt. An Uspenskis neuer Veröffentlichung gefällt dem Rezensenten neben den liebevollen Illustrationen von Jara Capek besonders, dass sich die ausgesprochen höflichen "Helden des Alltags mit Herz, Witz und Verstand durchs Leben bewegen und dabei das Festgefügte mit nahezu schwejkscher Gelassenheit untergraben". Der Übersetzer Hans Zimmermann hat nach Seuss Meinung seinen Teil dazu beigetragen, dass das auch auf Deutsch funktioniert.
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