Aus dem Englischen von Elena Helfrecht. Irina ist wie besessen: Auf den Straßen Newcastles spürt sie unscheinbare Männer auf, um sie zu fotografieren - schonungslos, in expliziten Posen. Und statt sich um den öden Barjob und ihre Kunstkarriere zu kümmern, gibt sie sich Drogen, Alkohol und extremen Filmen hin. Als sich in einer Londoner Galerie die Chance einer großen Ausstellung bietet, gerät Irina in einen selbstzerstörerischen Strudel aus Wahn und Gewalt - und reißt ihre beste Freundin sowie den schüchternen Supermarktangestellten, in den sie sich verguckt hat, mit hinab … Ein rabenschwarzer Psychothriller. Die Autorin lotet die Tabubereiche der Sexualität und der Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert aus.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.07.2025
Eliza Clarks Protagonistin Irina erinnert Rezensentin Sonja Hartl an Patrick Bateman und Ted Bundy: Unter Hochspannung erzählt sie, wie die Fetisch-Fotografin Gewalt an Männern ausübt, nachdem sie sie selbst erfahren hat. Mit "psychopathischer Coolness" porträtiere Clark eine Figur, die Opfer und Täterin zugleich ist und stelle sich Fragen nach Aufmerksamkeitsgenerierung. Spannend, rasant und doppelbödig, findet Hartl.
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