Mit zahlreichen Abbildungen. Wegen Republikflucht kam Ellen Thiemann für zweieinhalb Jahre ins gefürchtete Frauenzuchthaus Hoheneck, wo sie mit drastischen Strafmaßnahmen - Folter, Schlafentzug, stundenlangen Verhören und Zwangsarbeit - konfrontiert wurde. Fast zwanzig Jahre später musste sie sich erneut einer schockierenden Tatsache stellen: Ihr Exmann gehörte zu den größten Stasi-Spitzeln im Sportbereich. Sie war jahrelang beschattet, denunziert, verraten worden - von ihren Freunden und dem eigenen Ehemann. Daraufhin beginnt ihr Kampf um Gerechtigkeit, um Wahrheit und Aufklärung, gegen Unrecht und Vergessen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2006
Rezensent Hans-Joachim Föller hält dieses Buch für "unverzichtbar", weil es die oft schwer erkennbaren "Verbrechen" der DDR anschaulich werden lasse. Der Autorin gelinge dies, indem sie ihre eigene leidvolle Geschichte als DDR-Flüchtling mit einer Beschreibung der "Arbeit des Unterdrückungsapparates der DDR" verbinde. Ellen Thiemann habe erst nach Einsicht in ihre Stasi-Akten erfahren, dass ihr früherer Mann, mit dem sie eine missglückte Flucht geplant hatte, später IM bei der Stasi war. 1972 konnte sie durch alleinige Schuldübernahme ihren Mann vor dem Gefängnis retten und ihren Sohn vor dem Heim. Nach ihrer Haftentlassung im Jahr 1975 aus dem "berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck" habe ihr Mann ihr zur Ausreise geraten, referiert der Rezensent, er selbst sei inzwischen als Sportreporter erfolgreich und wolle nicht ausreisen. Später, 1990, weiß Föller noch, "schrieb er für die Bildzeitung".
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