Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2004
Einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Philosophie Ernst Cassirers sieht Rezensent Thomas Meyer in Enno Rudolphs Aufsatzsammlung "Ernst Cassirer im Kontext", die eine neue Perspektive auf den Philosophen eröffnet. Wie Meyer berichtet, lote Rudolph die komplexen Beziehungen zwischen Hans Blumenberg und Cassirer aus und skizziere darüber hinaus eine sich daraus ergebende neue Perspektive, indem er Cassirer als Gesprächspartner für die Europa-Diskussion gewinne. Ein Punkt, in dem ihm Meyer rundum zustimmt, erachtet er Cassirer doch als einen der "entscheidenden Denker von Pluralität im 20. Jahrhundert". Gespannt zeigt sich Meyer in Bezug auf die Frage, welche Aspekte von Cassirers Philosophie künftig in die Debatten um eine "europäische Identität" eingebracht werden können. "Mit Rudolphs Buch", so der Rezensent diesbezüglich, "liegt ein erster gewichtiger Vorschlag auf dem Tisch."
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