Eric T. Hansen untersucht augenzwinkernd die Rolle des Krittelns in der Kunst, des Klagens in der Religion, des Meckerns in der Politik und des Maulens im täglichen Leben. Geschichtliche Exkurse beweisen, dass Nölen der Motor hinter den großen Bewegungen der Menschheit war; neurologische Studien erhellen die Grundlagen des Meckerns im Gehirn, und die Analyse der erfolgreichsten Nörgeltechniken zeigt, wie man sich auf allen Gebieten steigern kann.
Eric T. Hansen schließt mit seiner systematischen Erkundung der Nörgelei eine Lücke, stellt Deniz Yücel anerkennend fest. Und wenn er sich erstmal an die etwas aufdringliche Munterkeit des aus Hawaii stammenden, aber seit dreißig Jahren in Deutschland lebenden Autors gewöhnt hat, genießt er auch in vollen Zügen Hansens Beobachtungen zum deutschen Nörgeln. Hier finden sich Analysen zur Jammerei zwischen Ossis und Wessis, Männern und Frauen, Türken und Deutschen und vieles mehr, freut sich der Rezensent. Den Höhepunkt von Hansens Untersuchung sieht der entzückte Yücel in seinen Betrachtungen zu den "größten deutschen Nörglern" Luther und Goethe und die Überlegung, warum Faust geradezu zum Inbegriff des Meckerers wird, findet der Rezensent überaus plausibel: Es "geht ihm zu gut"!
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…