Anfang 1923 erscheinen die ersten Texte eines noch gänzlich unbekannten Autors im "Leipziger Tageblatt" und in der "Neuen Leipziger Zeitung". Erich Kästner, vorerst Student der Leipziger Universität, bald schon Dr. phil., dann Kulturredakteur und schließlich politischer Redakteur der NLZ.
Noch immer kennen wir "den ganzen Kästner nicht", schreibt Rezensentin Ute Maack, doch immerhin hat sich das Bild mit dem neu erschienenen Textband mit Material aus den frühen Jahren nun um ein weiteres Stück vervollständigt. Das von Klaus Schuhmann herausgegebene Buch umfasst Kurzprosa, Gedichte, Theater- und Buchkritiken sowie Glossen, Leitartikel und Aphorismen aus dem "Leipziger Tageblatt" und der "Neuen Leipziger Zeitung". Die chronologische Anordnung der Texte sorgt für eine "abwechslungsreiche Lektüre" und zeigt vor allem die "Entstehung des Autors Kästner" auf, urteilt die Rezensentin. Kästner sei anfangs noch "stilistisch unsicher", verfüge aber bereits über die "viel gerühmte Lakonik" und die "melancholisch getönte Ironie". Auf die Kästner-Gesamtausgabe wird die Kritikerin auch weiterhin warten müssen. Doch bereits in diesem "schön gestalteten" und "klug zusammengestellten" Buch gibt es viel zu entdecken, versichert sie.
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