Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben der Weltöffentlichkeit auf brutalste Weise bewusst gemacht, wie zerbrechlich unsere Friedensordnung tatsächlich ist. Eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik wird sich mit diesen neuen Realitäten und dem vielmaschigen Netz potentieller Bedrohungen auseinandersetzen müssen. Im Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2001 analysieren 55 erstrangige Autoren die wichtigsten globalen Entwicklungstrends und sicherheitspolitischen Problemstellungen zur Jahrtausendwende in fünfzig Schwerpunktartikeln.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2002
Die Vorzüge des rund 1000 Seiten und 50 Beiträge umfassenden Bandes, herausgegeben von Erich Reiter, Beauftragter für strategische Studien im österreichischen Verteidigungsministerium, sieht Rezensent Curt Gasteyger in der Betrachtung der Sicherheitspolitik nicht nur Deutschlands, sondern des gesamten deutschsprachigen Raumes. Es ist "europäisch-atlantisch" fokussiert, so Gasteyger, Und, lobt der Rezensent, in diesem Band werde auch ausführlich auf sämtliche weltweiten Konfliktherde eingegangen, auf Russland, Zentralasien, Afrika und den Balkan, um nur einige zu nennen. Ebenso werde in diesem Jahrbuch auch die Relevanz sicherheitspolitischer Einrichtungen diskutiert. Dieser Band, resümiert Gasteyger präsentiert eine Reichhaltigkeit an Betrachtungen, wie sie derzeit höchstens noch in dem zur Ergänzung gut geeigneten Band "Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen" der Bundesakademie zu finden sei.
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