Herausgegeben von Klaus Christian Köhnke, Herbert Kopp-Oberstebrink und Rüdiger Kramme. Mit Beilagen: Biologie, Ethik, Form, Kategorienlehre, Kunst, Organologie, Sinn, Sprache, Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2003
Ernst Cassirers nun erschienene, nachgelassene Manuskripte und Texte über die Themen Mythos und Geschichte würdigt Rezensent Jürgen Busche als "ungemein kultiviert". Sie machen für Busche nachvollziehbar, wie sich bei Cassirer die Gedanken zu seinen großen, längst berühmten Büchern formten, die, wie etwa "Vom Mythos des Staates", zum Bedauern des Rezensenten bis heute viel zu wenige Leser fanden. Wer sich mit viel Zeit auf die Lektüre der nachgelassenen Texte einlässt, verspricht Busche, "fühlt sich früher oder später durch die Einladung zu einem Gespräch belohnt, wie es einem nicht oft angeboten und das ein Selbstgespräch des Philosophen ist". Die Selbstgespräche Cassirers werden zur Freude Busches "aufs freundlichste" zu Selbstgesprächen des Lesers: über Ranke, über Herder und Spengler, über die Romantik und den "Mangel der Geschichtsschreibung der Aufklärung". Den Gedankenreichtum, den Cassirer dabei an den Tag legt, preist Busche als "enorm", den Eigensinn in der Lektüre dieses Gelehrten findet er "faszinierend". Insgesamt erblickt er in den Texten ein "Angebot zum Mitdenken auf reichlich eröffneten Pfaden zum Eindringen in die historiographische Literatur einer in Geschichte versunkenen Zeit".
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