Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2004
Schwer beeindruckt zeigt sich Rezensent Markus Völkel von Helmut Zedelmaiers Habilitationsschrift "Der Anfang der Geschichte", einem Werk für den "Spezialisten der Geistesgeschichte des achtzehnten Jahrhunderts". Der Autor führe nicht nur vor, wie die Bibel ihre Stellung als privilegierte Anfangserzählung im achtzehnten Jahrhundert endgültig verloren habe, so Völkel, er erzähle auch, wie im historischen Bewusstsein der deutschen Aufklärung die Konzeption eines vollkommenen Anfangszustandes erst teilweise, dann endgültig zurückgewiesen worden sei. Vor allem aber, berichtet Völkel, gehe es um die historische Dimension der Bibel und ihre Begründungsleistung für das Geschichtsbewusstsein der Moderne. Nach einer Diskussion über den Naturzustand um 1700 widme sich Zedelmaier dem "Anfangsproblem in der Philosophiegeschichte" um schließlich das Anfangsproblem in der Universalgeschichte zu untersuchen. Zedelmaiers Methode - er geht in seinen Überlegungen nicht systematisch vor, sondern als Leser traditionell verfasster Diskurse - findet Völkels ausdrückliches Lob, zumal sie sich schon in vielen Studien zur frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit bewährt habe.
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