Ernst Piper

Diese Vergangenheit nicht zu kennen heißt, sich selbst nicht zu kennen

Deutsche Geschichte im Zeitalter der Extreme
Cover: Diese Vergangenheit nicht zu kennen heißt, sich selbst nicht zu kennen
Ch. Links Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783962891503
Gebunden, 336 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Der Historiker Ernst Piper, der lange Jahre auch als Verleger gearbeitet hat, legt hier eine Summe seiner lebenslangen Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus vor. Die Spanne reicht von Beiträgen zu ideologischen Vorläufern wie Paul de Lagarde und Oswald Spengler über den nationalsozialistischen Chefideologen Alfred Rosenberg bis hin zu Fragen derVergangenheitspolitik und der Erinnerungskultur nach 1945. Auch über die Entstehungsgeschichte der Dokumentation des Historikerstreits, die er 1987 herausgebracht hat, gibt der Autor Auskunft.Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur deutschen Kultur- und Ideengeschichte der letzten 150 Jahre.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.05.2022

Rezensent Robert Probst empfiehlt den doppelt geeichten Kompass des Verlegers und Historikers Ernst Piper beim Blick auf deutsche Erinnerungskultur und den Holocaust. Die im Band versammelten Aufsätze, gleich ob bereits erschienen oder Originalbeiträge, bieten Probst zufolge eine facettenreiche Rückschau auf konkrete Vergangenheitsmomente, etwa das Verlagsgeschäft zur Zeit des Historikerstreits. Wie Piper zudem auf die geistesgeschichtlichen Bedingungen des Antisemitismus schaut, scheint Probst lesenswert. Der Band bietet eine Handreichung zur besseren Navigation durch das "Dickicht der Deutungen", gestern wie heute, findet der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 01.04.2022

Für den Rezensenten Hans von Trotha ist diese Sammlung mit Texten des Verlegers, Historikers und Publizisten Ernst Piper aus zehn Jahren eine Art intellektuelle Biografie, in der sich der Autor in seiner großen Themenvielfalt zu erkennen gibt als moralisch integrer Zeitgenosse. Was Piper zur deutschen Geschichte und zur Erinnerungskultur zu sagen hat, liest sich für Trotha mit Gewinn. Vor allem die zeithistorischen Arbeiten im Band über nationalen Egoismus und Geschichte als Konstrukt haben durch die jüngsten Entwicklungen laut Rezensent eine besondere Aktualität erhalten.

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