Europabilder

Cover: Europabilder
Studien Verlag, Innsbruck 2005
ISBN 9783706541398
Gebunden, 204 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Vrääth Öhner, Andreas Pribersky, Wolfgang Schmale und Heidemarie Uhl. Mit Bildern ist kein Staat zu machen, ohne Bilder aber auch nicht: Wenn "Sein" wahrgenommen werden bedeutet, wie der irische Philosoph George Berkeley bereits im 18. Jahrhundert formuliert hat, dann hätte EU-Europa trotz aller zwischenstaatlichen Verträge und Abkommen, trotz Wirtschafts- und Währungsunion keine bewusst wahrnehmbare Existenz außerhalb jener Bilder und diskursiven Vorstellungen, die sich als Voraussetzung ebenso wie als Resultat politischer Gemeinschaftsbildung einstellen. Vor dem Hintergrund eines wechselseitigen Bedingungsverhältnisses zwischen Bild und Vorstellung analysieren die hier versammelten Aufsätze Europa-Bilder und -Imaginationen, die sich im Verlauf der Jahrhunderte innerhalb und außerhalb Europas angesammelt haben und unser gegenwärtiges Bild von Europa bzw. der Europäischen Union mitbestimmen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.12.2005

Erhellend findet Rezensent Georg Kreis diesen Sammelband über "Europabilder". Im Zentrum sieht er dabei die Frage, was Bilder zur politischen Integration Europas beitragen, und inwiefern die bereits eingetretene Integration für neue "europäische" Bilder sorgt. Die Beiträge des Bandes, die sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit dieser komplexen Wechselwirkung befassen, haben Kreis allesamt überzeugt. Als "herausragend" lobt er den Text des Wiener Historikers Wolfgang Schmale, der verdeutlicht, dass es in der Bildgeschichte selten nur um Europa an sich, meistens aber um das Markieren von bestimmten Ambitionen und Ansprüchen geht. Sonja Puntscher-Riekmanns Beitrag über die Stadt als europäisches Symbol findet er "inspirierend". Weiter hebt er die Beiträge von Andreas Pribersky über nationale Europa-Kampagnen, von Thomas Brendel über das Europabild der Liberalen um 1848 und von Wolf D. Gruners über die kartografischen Darstellungen Europas hervor. Besonders instruktiv erscheint ihm zudem Sieglinde Rossenbergers Überblick über die gegenwärtige Kontroverse um die amerikanischen Europabilder sowie die europäischen Amerikabilder.
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