Eva Herman

Das Eva-Prinzip

Für eine neue Weiblichkeit
Cover: Das Eva-Prinzip
Pendo Verlag, München 2006
ISBN 9783866121058
Gebunden, 264 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Christine Eichel. Emanzipiert, frustriert, ratlos: War der Feminismus ein verhängnisvoller Irrtum? Viele Frauen spüren heute, dass ihnen das Wichtigste verloren gegangen ist - ihre Weiblichkeit, ihre Bindungen, ihr Glück. Vor allem aber ihre Kinder. Eva Herman beschreibt Wege aus dem Dilemma. Sie zeigt, was wirklich wichtig ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.09.2006

Eva Herman scheint dem Rezensenten Thomas Steinfeld bei der Lektüre ihres Buches "Das Eva-Prinzip" wie ein "vorlautes Kind", das zwar mitunter durchaus berechtigte Fragen stellt und richtige Beobachtungen macht, sich mit den Lösungsvorschlägen für die Probleme dann aber eben doch nur als wenig ressourcenreich herausstellt. Dass, wie die Autorin konstatiert, die Emanzipation den Frauen nicht das große Glück beschert hat, hält der durchaus um Geduld und Nachsicht bemühte Rezensent zwar für eine zutreffende Feststellung. Das Familienbild, das Herman als Alternative dagegen stellt, entpuppt sich für ihn aber als reines Wunschbild der 50er und 60er Jahre, das es in der Realität so nie gegeben hat. Am meisten ärgert den Rezensenten die Selbstgefälligkeit und Eitelkeit der Autorin, mit der sie sich selbst sowie ihre Geschlechtsgenossinnen als "Erlösergestalt" für alle Probleme der modernen Gesellschaft stilisiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.09.2006

Eberhard Rathgeb bricht nicht gerade in Begeisterungsstürme aus über dieses Buch. Mit Fantasie und gutem Willen aber gelingt es ihm schließlich doch noch, dem "Eva-Prinzip" etwas Gutes abzugewinnen. Zunächst aber stört ihn, dass Eva Herman lauter Dinge fordert, die sie so nicht vorlebt, schließlich hat sie ja selbst Karriere gemacht und nicht hinterm Herd. Mit der "biologischen Ausstattung", die die Frau laut Herman an denselben fesselt, könne es also nicht viel auf sich haben. Sowieso hätte der Rezensent lieber etwas über Wirtschaft und Staat gelesen, und wie sie der Familie zuarbeiten könnten. Weil das aber eben nicht der Fall ist, stellt sich Rathgeb folgendes vor und rettet so die Lektüre (für sich): Was, wenn die Eva-Debatte etwas bewegt, nicht in Richtung "Frauen zurück in die Küche", sondern allgemeiner, wichtiger: ­ das Leben ernster zu nehmen nämlich, und vor allem die Kinder.
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