Der oberste Verfassungsrichter Helmut Simon, einstiger Bauernbub, hat sich ohne Grenzen engagiert: für die Bruderschaften, für die Friedensbewegung, gegen Atomwaffen und für die Ökumene. Zahlreiche Ehrenämter hat er zusätzlich angenommen. Selbst in hochpolitischen Zeiten gelang es dem Kirchentagspräsidenten, einen brodelnden Hexenkessel in ein friedfertiges Auditorium zu verwandeln. Über zwei Jahre lang kamen Almut und Wolf Röse regelmäßig mit Helmut Simon zusammen. Stundenlange Interviews, Ordner voller Briefe von Johannes Rau über Wolfgang Schäuble bis hin zu Roman Herzog, von Richterkollegen und Freunden, eng geschriebene Lebensskizzen sowie Tagebucheinträge hat das Autorenpaar ausgewertet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.10.2012
Dass und wie die Verfassungsrechtssprechung die gesellschaftliche Entwicklung positiv beeinflussen kann, wird Reinhard Gaier wieder klar, als er die in diesem Buch enthaltenen "Lebensskizzen" des langjährigen Buundesverfassungsrichters Helmut Simon liest. Die von Almut Röse und Wolf Röse besorgte Biografie Simons selbst, gibt er zu, steckt voller Mängel (welche, will er hier nicht sagen!). Simons prinzipielle Ausführungen zur Verfassung jedoch, so versichert der Rezensent, lohnen allein, das Buch zur Hand zu nehmen. Unter anderem, erklärt er, um zu sehen und zu staunen, wie sich parteipolitisches Engagement (Simon war überzeugter Sozialdemokrat) und unabhängige Rechtsprechung miteinander vertragen können.
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