Aus dem Englischen von Gabriele Gockel und Barbara Steckhan. Die Geschichte der Menschheit ist eine großartige Erfolgsgeschichte, und es gibt keinen vernünftigen Grund für die - allerdings weitverbreitete - Annahme, dass urplötzlich in unserer Zeit der Fortschritt erlahmen, die Innovationskraft und Erfindungsgabe der Menschen versiegen und die Verbreitung von Wohlstand an ein Ende kommen soll. Die kulturelle Entwicklung des Menschen hat über Jahrtausende zu immer besseren Lebensbedingungen geführt. Der Schlüssel dafür waren die Arbeitsteilung und der Austausch von Ideen. Wenn wir nicht verzagen und die kreativen Kräfte der Menschen nicht behindert werden, dann kann uns ein 21. Jahrhundert bevorstehen, in dem der Wohlstand sich vermehrt, extreme Armut zurückgeht, Krankheiten eingedämmt werden, die Überbevölkerung abnimmt, die technologische Entwicklung blüht, Wissen und Bildung immer mehr Menschen erreicht und Umweltbedingungen sich verbessern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2011
Vergessen Sie den Titel, dies ist ein "kluges" Buch, lobt Rezensent Andrian Kreye. Der britische Zoologe und Ökonom Matt Ridley streitet darin für einen Optimismus, der auf Fakten beruht und dem vor allem von Geisteswissenschaflern vertretenen Kulturpessimismus vehement widerspricht. Die Welt wird nämlich immer besser, lesen wir. Lebenserwartung und Einkommen steigen seit den siebziger Jahren - und zwar für alle Menschen. Der Grund dafür ist laut Ridley die wachsende Vernetzung, der Ideenaustausch, der durch den Handel gefördert wird. Kreye ist sehr beeindruckt. Ein "Grundlagenwerk" sei das Buch jedoch nicht geworden. Denn Ridley vertiefe mit seiner Attacke auf die Pessimisten die eh schon bestehende Kluft zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Dann bekämen wir am Ende nur ein neues Dogma, fürchtet Kreye.
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