Aus dem Französischen von Olivia Jeske. Dezember 1914. Nach Monaten an der Front bereiten sich die Soldaten auf ihr erstes Weihnachstfest in den Gräben vor. Auf jeder Seite haben alle nur eines im Sinn: Wie gerne sie zu Hause, bei ihrer Famille wären. Dann geschieht das Unfassbare. Ein Weihnachtslied. Ein Händedruck. Und die Männer stehen im no man's land. Plötzlich, wie aus dem Nichts, erscheint ein Ball. Dann folgt das unglaublichste Fussballspiel, was man sich vorstellen kann. Weihnachten 2014, 100 Jahre später, erlebt der kleine Louis mit seinem Vater die historische Nachstellung des Weihnachtsfriedens, an der Stelle wo sein Urgroßvater es erlebte.
Martin U. K. Lengemann hält das Buch von Geraldine Elschner und Fabian Doulut für ein mutiges Unterfangen. Geschichten über den Krieg, das weiß der Rezensent, sind in Kinderbüchern nicht sehr populär. Umso besser, meint er, dass die Autoren das Grauen zwar nicht auslassen oder schönfärben, dabei jedoch den Ersten Weltkrieg für Kinder gut verarbeitbar darstellen und jungen Lesern nicht die Hoffnung auf ein Besseres nehmen. Darüber hinaus schätzt Lengemann die liebevolle Detailiertheit und Vorlesefreundlichkeit des illustrierten Buches.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…