Christian Franz von Eberstein, sächsischer Abstammung und gebürtig in Eichstätt, liess sich 1747 als Domherr des Hochstifts Basel in Arlesheim nieder, wo das Domkapitel seit 1678 in unmittelbarer Nähe der Stadt Basel seinen Sitz hatte. Ein halbes Jahrhundert lang war er Mitglied in diesem Gremium, ragte bereits nach wenigen Jahren als besonders profilierte Figur heraus und stieg schliesslich bis zum Propst auf. Er war ein traditionsbewusster Protagonist der Reichskirche, verkehrte aber auf freundschaftlicher Basis mit Protestanten und interessierte sich für ihre Theologie: Eberstein ist daher eine Symbolfigur für die Überwindung konfessioneller Konflikte unter gelehrten Persönlichkeiten im Zeitalter der Aufklärung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.05.2005
Der Rezensent mit dem Kürzel "agb" ist beeindruckt von dieser Biografie - auch wenn er anfangs, wie vermutlich ein großer Teil der potenziellen Leserschaft gar nicht wusste, von wem sie handelt. Bemerkenswert an Christian Franz Freiherr von Eberstein, einer "hochkultivierten Persönlichkeit der katholischen Aufklärung" (mit dem sich der Rezensent nach der Lektüre fast freundschaftlich verbunden fühlt) ist, dass seine umfassende Bibliothek und ein Teil seiner Naturaliensammlung die Zeitenwechsel überlebt hat. Die Biografie nähert sich der Persönlichkeit in "konzentrischen Kreisen", über die Privatperson erfährt man ebenso etwas wie über seine Tätigkeit als Domherr des Bistums Basel.
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