Herausgegeben von Alexander Deichsel, Rolf Fechner und Rainer Waßner. In seiner 1922 erschienenen Schrift Kritik der öffentlichen Meinung reflektiert Ferdinand Tönnies umfassend über Grundlagen, Strukturen und Wirkungsmechanismen der öffentlichen Meinung. Sie ist eines der bekanntesten Werke Tönnies'.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002
Aktueller als zur Zeit ihrer Erstveröffentlichung sind die Thesen Ferdinand Tönnies (1855-1936) über den Zusammenhang von öffentlicher Meinung und Religion nach Einschätzung von Rezensent Harry Pross. In seinem erstmals 1922 erschienenen Buch "Kritik der öffentlichen Meinung", das nun als Band 14 von 24 geplanten Bänden einer Gesamtausgabe vorliegt, prognostiziert der Soziologe, dass Religionen von der öffentlichen Meinung überholt werden. Wie Pross ausführt, entwickelt Tönnies zunächst "leicht fassliche" Begriffe für öffentliche Meinung, indem er von festem, flüssigen und gasförmigen Aggregatszuständen spreche. Anschließend untersuche er soziologische Strukturen, Hierarchien und die Folgerungen für die "Macht der öffentlichen Meinung" beziehungsweise für "Mehrheit und Menge" (Tönnies), um abschließend zur Erkenntnis des Wahren, Schönen und Guten in der Volksgemeinschaft und zu einer Reform der Presse zu raten.
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