Francois Cheng

Fünf Meditationen über den Tod

und über das Leben
Cover: Fünf Meditationen über den Tod
C.H. Beck Verlag, München 2015
ISBN 9783406683190
Gebunden, 169 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Thomas Schultz. Der Tod ist das größte Rätsel unserer Existenz. Wir kennen ihn nicht, doch unser ganzes Leben steht in seinem dunklen Schatten. François Chengs philosophisch- poetische Meditationen schöpfen aus den Quellen der westlichen und fernöstlichen Traditionen, um eine neue Sicht einzuüben - eine Sicht, in der der Tod nicht mehr das endgültige Scheitern bedeutet und wir das Leben erst in seiner Schönheit begreifen.
"Ich sollte eigentlich jung sterben und habe letzten Endes sehr lange gelebt." François Cheng, der seine chinesische Heimat kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verließ, hat den Tod früh kennengelernt. Sein Buch ist so demütig, wie seine Gedanken frei von Furcht sind. Ein ewiges Leben können wir uns im Grunde nicht vorstellen. Ihm würde nicht nur das Bewusstsein des Todes fehlen, sondern zugleich alles, was uns das Leben kostbar macht. Anstatt den Tod von der Seite des Lebens aus wie ein Schreckgespenst anzustarren, sollten wir daher das Leben von der anderen Seite, von unserem Tod aus, betrachten. Erst dann kann es uns gelingen, uns dem Leben in seiner Fülle offen zuzuwenden. Chengs Betrachtungen sind eine sanfte und doch unwiderstehliche Einladung, diese Wende zu vollziehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.02.2016

Rezensent Florian Welle sieht dieses Buch des 86-jährigen chinesisch-französischen Romanciers, Lyrikers und Kalligrafen Francois Cheng als größten denkbaren Gegensatz zu Elias Canettis "Das Buch gegen den Tod". Während Canetti gegen den Tod protestierte, sehe Cheng in leicht skizzierenden Weise - weder esoterisch noch schulphilosophisch - das Leben vom Tod aus und knüpfe dabei an seine "Fünf Meditationen über die Schönheit an, die ihn auch in Deutschland bekannt machten. "Es geht um den Eros, die Schönheit, das Böse", so Welle - also eigentlich um alles. Dass Cheng in der letzten Meditation lyrisch spreche, scheint ihm dabei folgerichtig: Wie anders soll man über etwas reden, worüber man nicht reden kann?
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