Nach ihrem Machtverlust und den Finanzskandalen steht die CDU vor ihrer schwersten Bundestagswahl. Ähnlich wie schon Adenauer hatte auch Helmut Kohl die Union zwar zu einer erfolgreichen Partei aufgebaut, sie aber zerrüttet hinterlassen. Frank Bösch betrachtet die aktuellen Herausforderungen der CDU im Zusammenhang mit ihrer wechselvollen Parteigeschichte. Diese Überblicksdarstellung zeigt, welche Reformpotentiale die CDU bislang aufwies und wo ihre Beharrungskräfte liegen. Die zum Teil dramatischen Veränderungen der Parteiführung, ihrer Organisation und Finanzen werden dabei ebenso untersucht wie der Wandel ihrer Politik, ihrer Programmatik und ihrer Wählerschaft. Damit gibt dieses Buch einen parteiunabhängigen Gesamtüberblick über nahezu sechs Jahrzehnte CDU-Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Den Namen Frank Bösch, Göttinger Historiker, Jahrgang 1969, "wird man sich merken müssen", ist Warnfried Dettling überzeugt. Der Autor zeige "ganz ohne pädagogischen Zeigefinger, wie man aus der Geschichte lernen" könne, schwärmt der Rezensent. Ohne Zweifel habe Bösch hier eine solide wissenschaftliche Untersuchung über die Geschichte der CDU vorgelegt, so Dettling. Seine Sprache sei locker, aber stets sachlich, sein "jugendliches Alter" komme ihm zugute, weil er so viel unverkrampfte Distanz zum Gegenstand einhalten könne. In seiner Studie schreibe der Autor der CDU eine erstaunliche Integrationskraft zu, die kaum eine andere Partei zu leisten vermöge. Sowohl am rechten Rand als auch in der Mitte wisse sie die Wähler zu binden, allerdings habe auch sie mit dem Vertrauensverlust der Wähler in Politiker und Parteien zu kämpfen. In welche Richtung sich die "antisozialistische Sammlungspartei" (Bösch) entwickeln werde, diese Antwort bleibe der Autor dem Leser schuldig. Dafür aber biete er, so der Rezensent, eine brillante Bestandsaufnahme.
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