Herausgegeben von Brigitta Burger Utzer und Stefan Grissemann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.10.2003
Die Filme von Robert Frank, den Daniel Kothenschulte zu den Vertretern des "cinema direct", der Handkamerabewegung der frühen 60er Jahre zählt, seien äußerst selten und nie zusammenhängend zu sehen, beklagt er. Eine Ausnahme machte kürzlich die Grazer 'Diagonale', wo laut Kothenschulte eine richtige Frank-Retrospektive zu sehen war. Diesem Umstand sei nun das Zustandekommen dieses Buches als Begleitbuch zu verdanken. Ein Buch über Frank, der ja auch ein Pionier der Fotobuchform in der Kunst sei, stelle hohe gestalterische Ansprüche, vermutet der Rezensent und kann kaum glauben, dass das von Brigitta Burger-Utzer und Stefan Grissemann herausgegebene Buch ohne Mitwirkung des Künstlers zustande kam. Ein einzige Vorgabe habe es von dessen Seite gegeben, berichtet Kothenschulte: es durfte kein einziges publiziertes Filmfoto verwendet werden. Stattdessen konnten beliebig viele Videostills gezogen werden, die einem zumindest, räumt Kothenschulte ein, "eine Bestätigung jener Ahnung" geben, Frank gehe es um eine subjektive künstlerische Zeugenschaft, die weder streng subjektivistisch noch rein dokumentarisch zu verstehen sei. Franks Arbeit rühre an die Grenzen zwischen reinem Fotojournalismus und dokumentarisch geschulter Fotokunst, ein Thema, das Kothenschulte in Zeiten digitaler Handkameras aktueller denn je erscheint und dringend weiterer ästhetischer Reflexion wie in diesem Buch bedarf.
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