Was, wenn es dich mehr als nur einmal gibt? Boston ist ein ganz normaler 14-Jähriger, das glaubt er zumindest bis zu dem Tag, an dem ein fremder Junge auftaucht, der Bostons Ebenbild ist. Bevor Boston mehr über ihn erfahren kann, überrollen ihn die Ereignisse: Eine Spezialeinheit des FBI steht vor der Tür, um ihn zu verhaften. Er soll sich ein Sturmgewehr besorgt und einen Geldtransporter überfallen haben. Die Beweise sind erdrückend, es gibt sogar ein Video, das Boston zeigt. Aber wie kann das sein, wenn er doch zum Tatzeitpunkt 150 Meilen entfernt in einem Sommercamp war? Mit 200 Zeugen? Hat sein Doppelgänger etwas damit zu tun? Und was will er ausgerechnet von Boston?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2022
Wer hinter dem Titel "Identity X" einen feinen psychologischen Roman über die Identitätssuche eines Jugendlichen erwartet, wird enttäuscht werden, warnt Rezensent Hubert Filser. Die Frage, die der Titel stellt und die auch im Buch immer wieder aufgeworfen wird, bleibt zum größten Teil unbeantwortet. Dafür aber liefert Frank M. Reifenbergs Jugendroman jede Menge Action. Dem 14jährigen Boston Coleman werden Mord, bewaffneter Überfall und ein geplanter Amoklauf vorgeworfen - unter anderem. Die Beweislast ist überwältigend, doch es gibt einen Haken: der Junge hat ein Alibi. In diesen an sich schon aufregenden Krimi-Plot webt Reifenberg einen Science-Fiction-Erzählstrang mit ein, samt Doppelgänger, Zeitreisen und apokalyptischen Ausblicken. Wenngleich Filser diese zweite Ebene etwas konfus findet, spannend bleibt Reifenbergs aus zwei Perspektiven erzählte Geschichte trotzdem, so der Rezensent.
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