Im Jahr 1969 ist Frank Schätzing 12 Jahre alt und nicht gerade der Experte für Coolness auf dem Schulhof eines Kölner Gymnasiums. Er kann zwar den "Herrn der Ringe" auswendig, aber von Popmusik hat er so wenig Ahnung wie von Fußball, und rauchen tut er auch nicht. Doch dann geht es plötzlich los in seinem Leben, denn ein neuer Musiklehrer mit langen Haaren legt eine Schallplatte auf: David Bowies "Space Oddity".Ab dann ist alles anders - eigentlich bis heute. Denn ein Leben lang hat dieser Jahrhundertkünstler Frank Schätzings eigenen Lebensweg begleitet, bereichert und immer wieder auf eigenartige Weise gespiegelt und durchquert. David Bowie, dieses sich selbst ständig neu erfindende Gesamtkunstwerk aus Sänger, Songwriter, Tänzer, Schauspieler, Regisseur und Geschichtenerzähler, wurde für Frank Schätzing zur Inspirationsquelle seines eigenen Wegs als Kreativer - als Zeichner, Musiker, Performer, als Autor weltberühmter Thriller und populärer Sachbücher.
"Aus die Maus": Rezensent Uwe Schütte macht kurzen Prozess mit Frank Schätzings David-Bowie-Buch. Das gleichzeitig ein Frank-Schätzing-Buch ist, denn Schätzing versteift sich in diesem Text auf die These, dass es Parallelen gibt zwischen, eben, David Bowie und Frank Schätzing. Was genau Schätzing abgesehen von seinem kommerziellen Erfolg mit Bowie verbindet, lernt Schütte bei der Lektüre allerdings nicht, dafür muss er allerlei abgegriffene Redewendungen über sich ergehen lassen, außerdem erzählt Schätzing, der doch angeblich keine weitere Bowie-Biografie schreiben wollte, lang und breit Bowies Biografie nach. Und nimmt dabei, ärgert sich Schütte, auch noch die krudesten Räuberpistolen, die über Bowie kursieren, für bare Münze. So nicht, findet Schütte, der Bowie-Interessierten stattdessen Nicholas Royles Sachbuch "David Bowie, Enid Blyton and the Sun Machine" empfiehlt.
Braucht es ein weiteres Buch über David Bowie? Diese Frage stellt sich in diesem Fall gar nicht wirklich, meint Rezensent Jens Balzer, denn in Frank Schätzings David-Bowie-Buch geht es weitaus mehr um Frank Schätzing denn um David Bowie. Tatsächlich erzählt Schätzing in diesem Buch von zwei miteinander korrespondierenden Leben, eben dem Bowie-Leben und dem Schätzing-Leben: So hat dessen Vorliebe für Science Fiction etwa auch mit Bowie zu tun. Auch in Sachen Make-up und Mode orientierte sich Schätzing bisweilen an Bowie, lernt Balzer, der diese Tatsache für nicht allzu interessant zu halten scheint. Bowie-Fans jedenfalls brauchen dieses Buch nicht, so das Fazit.
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