Franz Hohler ist ein Meister des komischen Erzählens. Das beweist er auch in seinem neuen Bilderbuch: "Es war einmal ein Igel, dem wuchsen plötzlich Flügel. Er flog, ihr glaubt es kaum, auf einen Tannenbaum. Dort hüpft er auf und nieder und singt die schönsten Lieder. Nur morgens, beim Erwacheln, spürt er seine Stacheln." Kürzer kann man Geschichten nicht erzählen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2011
Das Vergnügen auf Seiten der Rezensentin Felicitas von Lovenberg ist groß. Es verdankt sich den aufs Fresslichste gereimten Texten Franz Hohlers in ganz gleichem Maß wie den tierschnabelkundigen und blickvirtuosen Bildern von Kathrin Schärer. Zwar habe letztere sichtlich von Wolf Erlbruch gelernt, sich dann aber so eigenwillig wie schön vom Vorbild entfernt. Viele Verse, allesamt endreimsatt, zitiert Lovenberg, nur einen, den sie zwar gelungen, aber nicht ganz jugendfrei findet (das Buch ist ab 3!), lässt sie weg. Dafür gerät sie am Ende selbst ins Reimen, aber das wird jetzt hier gnädigerweise auch nicht zitiert.
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