Im fin de siècle beschäftigen sich nicht nur Literatur und darstellende Kunst, sondern ebenso die Wissenschaften mit dem brisanten Geschlechterverhältnis ihrer Zeit. Die Aufhebung tradierter Geschlechterdifferenz bedroht die Zeitgenossen. Angst, Lust und Abwehr finden sich in Phantasmen der Weiblichkeit; ästhetisiert in der Literatur, sublimiert im künstlerischen Ausdruck, formalisiert im Strafrecht und rationalisiert in Medizin und Anthropologie. In ihrer kulturanalytischen Untersuchung zeigt Franziska Lamott wie das Anschwellen des Hysteriediskurses und die massenhafte Zunahme der weiblichen Hysterie mit der steigenden Angst vor der Veränderung vertrauter Weiblichkeitsbilder und der Auflösung herrschender Geschlechterdifferenzen korrespondieren.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…