Fritz Peter Knapp

Blüte der europäischen Literatur des Hochmittelalters

Band 1: Gelehrtes und religiöses Schrifttum - Epos
Cover: Blüte der europäischen Literatur des Hochmittelalters
Hirzel Verlag, Stuttgart 2019
ISBN 9783777626512
Gebunden, 317 Seiten, 49,00 EUR

Klappentext

Als politisches und wirtschaftliches Phänomen der Gegenwart ist Europa in aller Munde. Vergleichsweise wenig Beachtung findet demgegenüber Europa als kulturelle Einheit in Geisteshaltung, Literatur und Kunst, eine Einheit, die sich bereits im Mittelalter ausgeprägt und hier im 12. und 13. Jahrhundert auf ihren nie mehr erreichten Höhepunkt gelangt ist. Dieser Umstand findet in einer hoch spezialisierten Literaturwissenschaft meist zu wenig Raum - allen Bekenntnissen zu Interdisziplinarität und Interkulturalität zum Trotz. Fritz Peter Knapp gibt aus einheitlicher Sichtweise mit diesem dreibändigen Werk einen so noch nie vorgelegten Überblick über die Gattungen und herausragenden Werke des europäischen Hochmittelalters. Höfischer Roman, höfische Liebeslyrik und andere Gattungen waren ja, ausgehend von Frankreich, Gemeingut von England bis Tschechien, von Norwegen bis Italien. Dieser erste Teil des Werkes behandelt das Schrifttum außerhalb der Dichtung, das diese vorbereitet, umgibt und erklärt (z. B. Predigt, Erbauungsliteratur, Enzyklopädie, Geschichtsschreibung), sowie das in Antike und Frühmittelalter verwurzelte religiöse, historische und heroische Epos.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2019

Rezensent Joachim Heinzle wünscht Fritz Peter Knapp viele Leser. Die können mehr als ein Kompendium über die Literatur des Hochmittelalters erwarten, versichert Heinzle. Dass der Autor sich bei seiner Darstellung auf den "lateineuropäischen" Teil des Hochmittelalters beschränkt und italienische wie spanische Texte nicht berücksichtigt, kann Heinzle verstehen, bedauert aber die Auslassung eines Franz von Assisi. Aber: Hauptsache das Konzept ist stimmig, meint er. Die Souveränität des Autors im Hinblick auf aktuelle Diskussionen, die Forschung, seine Auswahl und die Reihung der Texte "quer durch die Sprachen" nach Themen, Inhalten und Entwicklungsgeschichte überzeugt Heinzle durchweg. Ein neues Standardwerk für die mittelalterliche Literatur Europas, verspricht Heinzle.

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