Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Essay des Autors über seine Peosie. Poesie und Freiheit sind für mich Synonyme. "Ich lebe mehr nach innen als nach außen. Und Poesie hat mich in dieser Freiheit begleitet. Ich habe diese Gedichte so angeordnet, weil ich mir vorstelle, dass sie besser als andere meinen kleinen und unzulänglichen Kampf gegen das Chaos des Daseins zeigen. In meiner nächsten Inkarnation, wenn alles so verläuft, wie ich es mir vorgenommen habe, werde ich mit der Intelligenz des Heiligen Augustinus, mit Goethes Charakter und Leonardos Begabung wiederkommen. Vielleicht schreibe ich dann andere Gedichte." (Gaston Baquero)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2009
Florian Borchmeyer schätzt die "elegante Feder" dieses aus Castros Kuba exilierten Dichters. Dem Zürcher teamart-Verlag dankt er für die kleine, aber repräsentative zweisprachige Anthologie mit Gedichten des bei uns kaum bekannten Gaston Baquero. So wie hier, ganz ohne "anticastrische" Belehrung und mit einem entschlossenen Blick auf das Literarische der Texte, macht ihm die Lektüre große Freude. Erträumte Begegnungen des Dichters mit Cocteau in Paris, Baqueros Maskenspiel, seine Lust, Musik und Dichtung zu verschmelzen und seine sprachliche Souveränität, die doch stets von Melancholie grundiert bleibt. All das hätte den Rezensenten noch viel mehr beglückt, wenn die deutsche Übersetzung nicht ganz so holprig über die kunstvollen, diffizilen Texte gegangen wäre.
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