Aus dem Spanischen von Margrit Klingler-Clavijo. Mit einem Vorwort von Federico Alvarez.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2003
Schier überwältigt scheint Nico Bleutge von der Fülle dieser Gedichte. Der mexikanische Lyriker Jaime Labastida entfaltet in acht Gesängen "eine gleichsam kosmologische Feier des Seins zum Tode, eine Melange aus Zweifeln, Philosophemen und apokalyptischen Visionen", schwärmt Bleutge. Dies wäre zweifellos schon genug für einen Gedichtband, doch da Labastida nicht nur Lyriker, sondern auch Philosoph ist, beendet er seine Gedichte, wie Bleutge staunt, - in Hegel'scher Denkbewegung - mit dem Glauben an das "unermüdliche Flackern des Verstandes", wobei durchaus auch die platonische Schönheit und der kartesianische Zweifel gewürdigt werden. Doch Bleutge will damit ganz und gar nicht abschrecken, denn für ihn liegt der Reiz von Labastidas Gedichten in eben dieser "Struktur der dauernden Verschiebung", in der Virtuosität und in der geradezu nervösen Verschränkung von Bildern und Gedanken.
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