Der Historiker Georg Kreis gibt in seinen Erinnerungen Auskunft über "Erlebtes und Gemachtes". Die Kapitel seines Lebens lesen sich wie ein Abriss der Schweizer Zeitgeschichte: u.a. "Bergier-Kommission", "Antirassismus-Kommission", Europainstitut. Es geht ihm jedoch weniger darum, von "Zeitgeschichte" zu berichten, sondern von den Begegnungen, dem Herangehen und der Auseinandersetzung mit seinem Forschungsgegenstand. Und wenn "dies dann indirekt auch über die 'Zeit' Auskunft gibt, umso besser - vielleicht sogar authentischer als in einem Epochengemälde".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2019
Der zweite Teil der Autobiografie von Georg Kreis stellt Rezensentin Ruth Haener den Historiker und langjährigen FDP-Politiker als streitbaren Hansdampf vor. Den politischen Werdegang nachvollziehend, bietet der Band Haener auch ein Stück schweizerischer Zeitgeschichte. Der trockene, direkte Stil gefällt Haener. Erkenntnisse über Basler Gepflogenheiten, Grabenkämpfe in Menschenrechtsfragen, Hochschulpolitik sowie die lange Publikationsliste des Autors sind für Haener einige der Früchte dieser Lektüre.
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