Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.04.2000
Beatrice Eichmann-Leutenegger spricht dem Roman ein verhaltenes Lob aus. Gewiss, die Geschichte über eine Schweizer Immigrantin, die Anfang des Jahrhunderts in die USA auswandern muß und sich ihr Leben lang zurücksehnt, habe mehr Personal als ein russischer Roman. Auch sei sie manchmal etwas "behäbig" erzählt, doch mit der Zeit, gesteht die Rezensentin, entfalte sie einen "ganz eigenen Sog". Sie lobt vor allem die "sorgfältigen Porträtskizzen" und die gründlichen Recherchen, die das amerikanische Milwaukee mit seinen vielen deutschen Ansiedlern kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs "anschaulich und detailgesättigt" erstehen lassen. Noch mehr beeindruckt hat Eichmann-Leutenegger aber, dass die Autorin auch mit diesem Roman "den Verfemten eine Stimme" gegeben hat.
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