Aus dem Englischen von Elke Link und Sabine Roth. Mit einem Nachwort von Alexander Pechmann. Silas Marner, ein junger Weber, verliert alles durch eine Intrige seines besten Freundes. Gezwungen, Heimat und Gemeinde zu verlassen, siedelt er sich im Dorf Raveloe an, wo auf wundersame Weise ein Findelkind in sein Leben tritt und ihm die Augen für die Schönheit der Welt öffnet. Doch auch dieses Glück gerät bald erneut in Gefahr...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.11.2019
Rezensent Werner von Koppenfels verrät zunächst, dass es sich bei George Eliot um die unangepasste Mary Ann Evans handelt - seiner Meinung nach eine der größten Schriftstellerinnen des englischen Realismus. Ihr Roman "Silas Marner" ist ihm zufolge zwar vergleichsweise kurz geraten, zeigt aber ebenso wie Eliots andere Bücher ihr untrügliches Gespür für die Mentalität in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Hier erzählt die Autorin die Geschichte einer Frau, die das unerwünschte Kind eines Barons im Wald aussetzt - woraufhin sich ebendieser Baron vom verbitterten alten Mann wieder zum Menschen mausert. Das Buch ist für Koppenfels ein grandioses Beispiel für die Kunst Eliots, ihre Leser*innen mit jeder Geschichte in Empathie zu üben.
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