Oscar Wilde (1854-1900), der berühmte und dann berüchtigte anglo-irische Dandy und Dichter aus Dublin, Autor in englischer und französischer Sprache, Familienvater und Männerliebhaber, Reformer und Rebell, Protestant im Leben und Katholik im Tode, machte in London literarische Karriere und wurde zum Nachfolger der Romantiker zum Vorläufer der Moderne.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2000
Oscar Wilde ist vor hundert Jahren gestorben und der Buchmarkt produziert zu diesem Anlass Wildeiana en masse. Holger Gumprecht hat sich einige der Neuerscheinungen bzw. Neuausgaben angesehen und informiert (nach einer länglichen biografischen Einleitung zum unglücklichen Schicksal des Autors) darüber in einer Sammelbesprechung. Wer sich nicht zu viel erwartet, wird von dieser einführenden Biografie nicht enttäuscht sein, meint der Rezensent. Sie sei "knapp, aber dennoch gut recherchiert" und verschaffe den notwendigen Überblick für den mit Wildes Leben und Werk noch nicht Vertrauten. Vor allem aber ist sie, befindet Holger Gumprecht, dem Konkurrenzprodukt aus der rororo-Bildmonographien-Reihe in jedem Falle vorzuziehen.
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