Der schottische Dichter George Mackay Brown (1921-1996) veröffentlichte neben seinen Kurzgeschichten 30 Gedichtbände. Mit diesem Band wird erstmals eine zweisprachige Auswahl aus seiner Lyrik vorgestellt, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Kevin Perryman. Der Band wurde in Verona in der Stamperia Valdonega von Martino Mardersteig aus der Monotype Bodoni in Blei gegossen (Titelseite und Initialen von Hand gesetzt) und auf 130g säure- und holzfreiem Bütten von Magnani gedruckt. 80 Exemplare werden nummeriert und als Vorzugsausgabe in schwarzem Halbleinen mit Büttenpapierüberzug für Subskribenten von Hand gebunden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.08.2002
Die Landschaft, die Menschen und die Geschichte der Orkneyinseln stellen das "tiefgründige Kraft- und Bilderreservoir" dar, aus dem George Mackay Brown (1921-1996) "von Beginn an schöpfte", weiß Rezensent Jürgen Brocan. Wie Brocan hervorhebt, beschrieb Brown alle seine Themen "durchs Nadelöhr von Orkney", ohne dabei jemals in die Nähe von rührseligen Kitsch zu geraten. Die Gedichte aus der vorliegenden "schön gestalteten", zweisprachigen Auswahl haben "wenig gemeinsam ... mit dem Feinschliff mondänen Raffinements", stellt Brocan fest. Brown gehe es vor allem darum, sinnliche Eindrücke festzuhalten, oft mittels bloßer Nennung der Gegenstände, wodurch dem Gedicht gleichsam die Magie eines Zauberspruchs zukomme. Ein besonderes Lob gebührt nach Einschätzung Brocans der Übersetzung, die das ideale Gleichgewicht zwischen Texttreue und notwendiger poetischer Freiheit hält.
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