Aus dem Französischen von Magda Kurz. Rene Maugras, vierundfünfzig, erfolgreicher Pariser Zeitungsverleger, wird nach einer Hirnembolie in das Krankenhaus Bicetre eingeliefert. Halbseitig gelähmt, des Sprechens nicht mehr mächtig, von der Außenwelt abgeschnitten, kehrt er erst ganz allmählich vom Tod ins Leben zurück. Von seinem Krankenhausbett aus hört er, nimmt er seine Umgebung wahr, die ihn dazu kaum mehr für fähig hält. Anlässlich der verschiedensten Besuche muss Maugras seine persönlichen Erinnerungen mit der aktuellen Situation konfrontieren, stellt er die brillante Persönlichkeit in Frage, die er verkörpert hat und die nun mitten aus ihrer rastlosen, betäubenden Aktivität heraus plötzlich auf sich selbst zurückgeworfen ist.
Mehr noch als von diesem Buch scheint Rezensent Franz Schuh von mehreren Krankenbesuchen beeindruckt zu sein, die er im vorigen Jahr absolvieren musste. So schreibt er denn auch viel über seine Sicht auf die Krankheit und den Kranken, was ihn vom Gesunden unterscheidet, und was für ein Buch er selbst gerade plant. Über Simenons Buch erfahren wir immerhin soviel: Der Roman erzählt die Geschichte des erfolgreichen Pariser Zeitungsverlegers Rene Maugras, der nach einem Schlaganfall in das Krankenhaus von Bicetre eingeliefert wird. Sehr zartfühlend beschreibe Simenon den Mikrokosmos des Spitals, weiß Schuh zu sagen, die Liebe der Patienten zu den Schwestern und die Skepsis gegenüber den Ärzten.
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