Aus dem Französischen von Sophia Marzolff. Mit einem Nachwort von Ulrich Wickert. Célita, Stripteasetänzerin in Cannes, hat ihren Beruf satt. Um dieses Leben hinter sich zu lassen, will sie ihren Chef dazu bringen, sie zu heiraten, obwohl der bereits vergeben ist. Léon liegt ihr zu Füßen, und sie scheint fast am Ziel, als plötzlich die junge Tänzerin Maud auftaucht. Mit ihrer vermeintlichen Naivität und Hilflosigkeit stiehlt die Neue allen die Show und erobert den Chef im Sturm. Er hat nur noch Augen für Maud, und Célita muss zusehen, wie ihr der perfekte Lebensplan aus den Händen gleitet.
Ein Cabaret in Cannes, ein Mann, der sich zwischen zwei Frauen entscheiden muss. Eine entblößende Studie darüber, wie weit Gefühle einen Menschen treiben können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2018
Anlässlich der Neuausgabe von Georges Simenons Romanen und Erzählungen fordert Rezensent Jürg Altwegg, Simenons Texte für sich sprechen zu lassen. Die sind meisterhaft genug, findet er, als dass sie prominente Waschzettelschreiber benötigten. Ulrich Wickert etwa, der laut Altwegg in seinem Nachwort zu "Striptease" nicht nur bereits bekannte Quellen "aufdeckt", sondern mit seinem Bekenntnis zu Simenon den Autor regelrecht beleidigt. Simenon sei als Genie doch inzwischen hinlänglich anerkannt, meint er. Den Plan der Herausgeber, bis 2020 sämtliche Texte herauszubringen, begrüßt er natürlich dennoch.
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