Am 23. Oktober jährt sich das Referendum, in dem die Saarländer sich faktisch für die Angliederung an die Bundesrepublik ausgesprochen haben zum fünfzigsten Mal. Bei der Recherche für eine Serie der Saarbrücker Zeitung ist der Autor auf Hinweise gestoßen, dass die Regierung von Johannes Hoffmann die Absicht hatte, das Referendum zu kippen. Man wollte die Abstimmung nicht durchführen, weil die Saarländer sich nicht um das europäische Statut scherten, sondern sich lediglich für die nationale Zugehörigkeit interessierten. Dank einer Intervention von Robert Schumann ließ die Saar-Regierung ihre Absichten fallen. Neben Interviews mit Personen der Zeitgeschichte u.a. Franz Schlehofer, Peter Scholl-Latour, Alwin Brück, Rolf Linsler, Peter Müller, Reinhard Klimmt, Oskar Lafontaine, Roland de Bonneville, Ludwig Harig führte der Autor Gespräche mit den Kindern und Enkeln von Johannes Hoffmann, dem damaligen christlichen Regierungschef und von Heini Schneider, dem nationalliberalen Gegenspieler. Mit einer Chronologie, einer Dokumentation des Saarstatuts und den Ergebnissen der Volksbefragung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2006
Erhellend findet Wolfgang Elz dieses "reich illustrierte" Buch von Gerhard Franz, das sich mit der Abstimmung über das "Saarstatut" 1955 befasst. Das "Saarstatut" zielte durch Unterstellung unter die Westeuropäische Union auf eine Europäisierung des Saargebiets "bis zum Abschluss eines Friedensvertrages", der alle offenen Fragen klären sollte. Wie Elz berichtet, informiert Franz mit "populär geschriebenen" Miniaturen, Memoirenauszügen und neu erhobenen Zeitzeugenberichten über die einzelnen Vorgängen der Volksabstimmung. Dabei verdeutlichen für Elz vor allem die Zeitzeugenberichte, warum die Volksabstimmung 1955 eine Zweidrittelmehrheit gegen das Statut erbrachte, die Neuverhandlungen notwendig machte, welche schließlich 1957 zur Eingliederung als zehntes Land führten.
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