Gerhard Ludwig Müller

Der Papst

Sendung und Auftrag
Cover: Der Papst
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2017
ISBN 9783451377587
Gebunden, 608 Seiten, 29,99 EUR

Klappentext

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Kardinal Müller, ermöglicht in seinem neuen Buch einen Zugang zu den theologischen und historischen Dimensionen eines einzigartigen Amtes in der Welt. Aus einem sehr persönlichen Blickwinkel heraus und aus der konkreten täglichen Erfahrung an der Seite des Papstes werden alle Dimensionen angesprochen, die notwendig sind für ein tieferes Verstehen dieses sichtbaren Prinzips der Einheit der Kirche. Im Jahr des Gedenkens an die Reformation wird auch die kontroverse Auseinandersetzung der Jahrhunderte in ihren jeweiligen historischen Kontext gestellt. Ein Amt, das fasziniert und provoziert, das die Welt bewegt und mitreißt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.05.2017

Rudolf Neumaier entdeckt nichts Neues über das Papstamt in Gerhard Kardinal Müllers Buch. Über den Autor und dessen Meinung zu "Homo-Lobbys" und dem Relativismus der Wahrheit erfährt er indes mehr als ihm lieb ist. Dazwischen kommt es ihm vor, als säße er in einem theologischen Oberseminar. Für Neumaier ein Was-ich-schon-immer-mal-sagen-wollte-Buch, in dem der Papst herzlich wenig vorkommt, Müller dagegen allzu viel.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2017

Dass Gerhard Kardinal Müller in seiner neuen Studie über "Sendung und Auftrag" des Papstes "theologischen Erosionsschutz" betreibt, überrascht Rezensent Thomas Marschler keineswegs. So lässt sich der Kritiker in zwölf Kapitel auf einen Streifzug durch Müllers Auffassung des Lehr- und Leitungsamtes des Papstes nehmen, die der fast siebzigjährige Kardinal immer wieder mit seiner eigenen geistlichen Biografie verknüpft und anhand derer er eine "Hermeneutik der Kontinuität" darlegt. Dass Müller bereits eigene, bereits vorliegende Texte einarbeitet, zudem deutliche Nähe zur Theologie Benedikts XVI offenbart, scheint den Rezensenten nicht allzu sehr zu stören. Dass der Kardinal die Stärken der Päpste des zwanzigsten Jahrhunderts schildert, ihre Schwächen jedoch verschweigt, missfällt Müller schon eher. Vor allem aber hätte sich der Kritiker im Bezug auf Äußerungen zu kirchenpolitisch Aktuellem - etwa die Debatte um die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten - eine "offene" Auseinandersetzung gewünscht.
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