Aus dem Italiensichen von Karin Fleischanderl. Libanese, der Straßenjunge mit Killerinstinkt, begegnet 1976 im Gefängnis dem Camorra-Boss Pasquale o' Miracolo, Statthalter des Cutolo-Clans in Rom. Es gelingt ihm, die Gunst des angeberischen Mafiosos zu gewinnen, der ihm einen verlockenden Deal vorschlägt: die Beteiligung am Veräußern einer Schiffsladung Heroin. Libanese wittert das Geschäft seines Lebens, doch fehlen ihm die nötigen 300 Millionen Lire Eintrittskapital. Ohne Skrupel unternimmt er alles, um an Geld zu kommen: Er bedient sich seiner Geliebten Giada, der dunkelhaarigen Schönheit aus der römischen Oberschicht.
Im Perlentaucher:
Poesie der Straße
In kurzen, schlaglichtigarten Bildern skizziert de Cataldo das Porträt des Gangsters als jungen Mann, dessen Mutter die alte Hure Rom war und dessen Lehrmeisterin die Straße. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.06.2013
Es ist schon faszinierend, wenn ein Richter, der einem Haufen Mafiosi "insgesamt 500 Jahre Haft" aufgebrummt hat, beschließt, einen Roman über deren Klan zu schreiben, findet Cornelia Fiedler. Genau das hatte Giancarlo de Cataldo getan, nachdem er 1995 erfolgreich den Prozess gegen die Magliana-Bande in Rom geleitet hatte, weiß die Rezensentin. Sein neuer Roman, "Der König von Rom", erzählt die Vorgeschichte seines damaligen Buches, den Aufstieg il Libaneses, der nach dem Vorbild des Bandengründers Franco Giuseppucci entworfen ist, berichtet Fiedler. De Cataldo versucht, mithilfe seiner Definitionsmacht als Autor die romantische Fiktion zu entlarven, die allgemein unserer Vorstellung von der Mafia zugrunde liegt und sie durch eine realistischere zu ersetzen, erklärt die Rezensentin, die allerdings bezweifelt, dass eine noch so realistische Fiktion die reale Mafia ernstlich schert.
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