Aus dem Italienischen von Marianne Schneider. Der große Erzähler Gianni Celati erinnert die Italiener eindrücklich an ihre eigenen Stärken anarchische Lust und subversive Kraft und uns daran, was wir an ihnen lieben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2013
Freudig berichtet Maike Albath davon, dass Gianni Celatis Debüt von 1971 nun erstmals auf Deutsch erschienen ist. Kaum möglich erscheint ihr, den Inhalt des Romans zu skizzieren, was vor allem an Celatis Abneigung gegen Kausalzusammenhänge liegt. Das Buch entstand im Dunstkreis der neoavantgardistischen Strömung Gruppo 63, die dem traditionellen Realismus abgeschworen hatte und ein experimentelles Verhältnis zum Schreiben an den Tag legte. Hauptfigur ist ein gewisser Otero Aloysio, der sich mit anderen Gästen in einer Ferienpension am Meer befindet. Dort geschehen wundersame Dinge und am Ende fliegt Otero Aloysio mit einem Moped davon. Albath erkennt die für Celatis Gesamtwerk typischen Merkmale bereits in diesem Debüt: "Lustvoll gedrehte Ereignisspiralen, abstruse Figuren und der schwelgerische Umgang mit dem Sprachmaterial". Mit Bedauern vermerkt sie, dass Celati derzeit nur an Übersetzungen arbeitet und hofft auf neue Geschichten des italienischen Autors.
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