Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Sharon ist Köchin in Jerusalem, doch mit Anfang 40 verliert sie die Liebe zur Küche, weil sie ihre Liebsten nicht mehr bekochen kann: Ihr Sohn Eli saß im falschen Bus, er starb mit achtzehn Jahren bei einem Selbstmordattentat. Ihr Mann hat sie längst verlassen. Und jetzt? Sharon beschließt, noch einmal von vorn zu beginnen. Sie wünscht sich wieder ein Kind. Nur von den Männern hat sie genug. Doch wie lässt sich das mit dem Gesetz der Thora vereinbaren? Ihr lebenskluger Rabbi weiß Rat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.04.2007
Thomas Laux zeigt sich von Gilles Roziers Roman, in dessen Mittelpunkt die Jerusalemer Jüdin Sharon steht, deren Sohn durch einen Selbstmordanschlag umgekommen ist und deren Mann sich von ihr getrennt hat, sehr angetan. Sharon, die sich ein Kind wünscht, versucht zunächst eine künstliche Befruchtung und lässt sich schließlich von einem schwulen Pfleger des Altenheims, in dem sie arbeitet, schwängern, erklärt der Rezensent, dem sehr gefällt, wie der französische Autor die lässige Gratwanderung zwischen orthodoxer Lebensweise und modernem Leben seiner Heldin beschreibt. Mit der Altenpflegerin Sharon sei Rozier eine sehr glaubhafte Figur geglückt, so Laux anerkennend.
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