Giorgio Agamben

Nacktheiten

Cover: Nacktheiten
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2010
ISBN 9783100005304
Gebunden, 200 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Andreas Hiepko. Das neue Buch von Giorgio Agamben umkreist in kurzen, literarisch-philosophischen Denkbildern den Körper in seiner Entblößung, in seiner Nacktheit: von der Bulimie zu den glorreichen Körpern der Heiligen, die weder essen noch lieben, von den verborgenen theologischen Implikationen der Nacktheit zu den neuen Formen unpersönlicher Identität, welche die biometrischen Dispositive der Menschheit auferlegen. Zielpunkt aller Überlegungen ist die Untätigkeit, nicht als Muße oder Trägheit, sondern als Paradigma menschlicher Handlung und einer neuen Politik.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.05.2011

Nicht viel hält Rezensent Uwe Justus Wenzel von der seit Jahren nicht nur in Deutschland grassierenden Verehrung des italienischen Philosophen Giorgio Agamben. Die eigentlich immer gleiche Methode dieses Denkers glaubt er auch in diesem Band mit gesammelten kürzeren Texten beobachten zu können. Diesmal werde eben die "Nacktheit" gedeutet mit Hinweis auf die theologische Herkunft unserer Betrachtung derselben - das sei der übliche Doppelschritt: der Verweis auf die Wirkungsmacht der Theologie bei gleichzeitig behauptetem Bemühen um die Entschärfung der Theologoumena. Wenzel gibt zu, dass er vieles in den Texten nicht versteht und schließt daraus offenbar, dass sie oft schlechterdings unverständlich sind. Umso entschiedener werde das alles jedoch von Agamben verkündet. In Inhalt und Gestus ist hier für wirkliche Zeitdiagnostik, bedauert der sichtlich ungehaltene Wenzel, wenig zu holen.

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